Unsere Geschichte

DSC_0473Die Gerberei David Schmid ist ein Generationenbetrieb, der stets zur rechten Zeit vom Vater an den ältesten Sohn übergeben wurde.

1. Generation
Unsere Geschichte beginnt mit dem heutigen Namensgeber der Firma: David Schmid. David Schmid (1857-1925) erlernte bei seinem kinderlosen Patenonkel Georg Haier das Gerberhandwerk, um im Anschluss als Gerbergeselle auf die Walz zu gehen. Dabei kam er für die damaligen Verhältnisse schon viel herum. So machte er Station im Allgäu, der Schweiz, im Vorarlberg, Tirol, Lienz, in der Steiermark und in Kroatien.
Erst 1882 kehrte er zurück in die Heimat Metzingen, heiratete und gründete eine Familie. Leider verstarb seine Frau früh, die ihm 2 Mädchen schenkte, sodass er sich aufgrund der sozialen Verhältnisse eine zweite Ehefrau suchen musste: Anna Marie Schmid, geborene Weik. Diese gebar ihm drei weitere Kinder. Darunter Otto Schmid, der später das Unternehmen fortführen sollte.
Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 1888. Anfangs arbeitete man lediglich mit leichten Häuten, da nur geringe Mittel und eine begrenzte handwerkliche Ausstattung zur Verfügung stand. Die Häute wurden aus Indien, China und Afrika bezogen und zwei Mal jährlich in gegerbter Form bei der Messe in Zürich und Baden verkauft.

2. Generation
Otto Schmid Senior (1890-1973), der einzige Sohn, tat es seinem Vater gleich, erlernte das Gerberhandwerk und ging ebenfalls zunächst auf Wanderschaft. Nach dem Einsatz im ersten Weltkrieg in Frankreich kehrte er gesundheitlich etwas angeschlagen zurück und stellte die Gerberei auf fortschrittlichere Fertigungsmethoden und spezielle Lederarten um. Großflächige Kuhhäute für Kummet-Geschirre und lange Flösserstiefel waren gefragte Waren, an die sich seine Konkurrenz nicht heranwagte.
Otto heiratete 1921 Emilie Schmid, geborene Wehrle, die ihm 5 Kinder gebar. Neben dem Gerberhandwerk war Otto auch kommunalpolitisch und im örtlichen Vereinsleben sehr aktiv. Für seine langjährigen Verdienste erhielt er sogar die Ehrenbürgerwürde der Stadt Metzingen sowie das Bundesverdienstkreuz.

3. Generation
Otto Schmid Junior (1922-1990), der Erstgeborene, tat es seinen Vorfahren gleich und erlernte ebenfalls das Gerberhandwerk. Nach dem Wehrdiensteinsatz in den Jahren 1941-1945 bei den Gebirgsjägern an der Eismeerfront und Ostfront kam er schwer verletzt nach Hause zurück. Nach einer gewissen Genesungsphase machte er sich, wie bereits seine Vorfahren, auf Wanderschaft und verbrachte eine gewisse Zeit in der Lederfabrik Sexauer AG in Emmendingen und in der Lederfabrik Gebrüder Maier in Oberkutterau. Dort lernte er Ilse Schmid, geborene Frommherz, kennen und heiratete noch im Jahre 1949. Sie schenkte ihm 4 Kinder: die Zwillinge Titus und Justus, Markus und Ulrike. Aufgrund des allgemeinen Fortschritts im Bereich Gerbverfahren, Finishing und in den Anwendungsgebieten vollzog auch Otto Junior einige Veränderungen in der Gerberei.

4. Generation
Meisterbrief Titus SchmidTitus Schmid setzte die Tradition des Gerberhandwerks fort. Nach einer erfolgreich absolvierten Gerberlehre besuchte er das Lederinstitut und legte als jüngster Absolvent die Meisterprüfung ab, sodass er heute als staatlich geprüfter Ledertechniker sämtliche moderne Fertigungsmethoden anzuwenden weiß.
Wie auch seine Vorfahren arbeitete Titus vor der Übernahme des elterlichen Betriebs in anderen Lederfabriken, wie beispielsweise bei den Firmen Karl Lutz und Söhne in Altensteig, Johannes Braunwarth und Cie. in Langenau und bei J.J. Schlayer GmbH in Pfullingen.
Außerdem profitierte die Gerbereimaschinenfabrik Turner GmbH in Oberursel über mehrere Jahre von seinen hervorragenden technischen Kenntnissen und Fähigkeiten, indem er als versierter Anwendungstechniker für Neuentwicklungen auf Verkaufsmessen in Paris, Indien und China eingesetzt wurde.
Titus führte neben technischen Neuerungen in der Gerberei auch ein erweitertes Sortiment ein: Pelzfelle, Möbelhäute, Reithälse, Fahlleder- und Blanklederseiten (Hosenträger), schweißfeste Orthopädie-Leder und farbige Anilin-Gürtelhälse.
Titus heiratete im Jahre 1985 Isolde Schmid, geborene Rilling. Aus der Ehe gehen 4 Mädchen hervor. Heute ist Tochter Judith, die Erstgeborene mit von der Partie und unterstützt den Vater in der Gerberei.

5. Generation
Judith, die derzeit gemeinsam mit ihrem Vater Titus den Betrieb führt, entschied sich nach dem Abitur den Weg ihrer Vorfahren einzuschlagen. Sie absolvierte die Gerberschule in Reutlingen als Jahrgangsbeste und erlangte den Titel der staatlich geprüften Ledertechnikerin. Nach alter Familientradition lernte auch sie vor dem Einstieg ins elterliche Unternehmen weitere Lederfabriken kennen. So volontierte sie ein halbes Jahr in Novo Hamburgo, Brasilien, bei Corium Quimica Ltda. und arbeitete im Anschluss eine Zeit lang im Research und Development Center bei Ecco Leder in Breda, Niederlande. Dort arbeitete sie gezielt an der Entwicklung neuer Ledertrends, wobei auf besondere, neue und außergewöhnliche Lederoptiken und angenehme Haptiken Wert gelegt wurde.
Die Gerberei David Schmid GmbH profitiert heute besonders von ihren Kenntnissen im Bereich der Zurichtung. So werden in den über 100 Jahre alten Gemäuern der Gerberei heute neben den klassischen Gürtellederhälsen ebenso quietschbunte Modelle produziert.

The tannery David Schmid has been in the family for generations, always passed on from father to the oldest son.

1st Generation

Our history start with the man who gave our company its name: David Schmid. David Schmid (1857-1925) learnt the tanner’s craft from his childless godfather Georg Haier before travelling the world. He stopped in the Allgäu (South Germany), Switzerland, Austria and Croatia.

He returned to his home town of Metzingen in 1882 and founded a family. Unfortunately, his wife died young after the birth of two daughters. As required in society then, he had to find himself a new wife: Anna Marie Schmid (maiden name Weik). She gave him three more children, one of them Otto Schmid, who would continue the family business.

The company was founded officially in 1888. At the beginning only light skins were worked as funds were low and only few tools were available. The skins were bought from India, China and Africa and sold tanned twice a year at fairs in Zurich and Baden.

2nd Generation

Otto Schmid Senior (1890-1973), the only son of Otto Schmid, learnt the tanner’s craft and then went travelling, same as his father. After his service in the First World War in France, he came back to Metzingen and introduced progressive production methods and special leathers to the family business. Large cow skins for horse collar  and Long raftsmenboots were in demand, and the competition did not dare to produce them.

Otto married Emilie Schmid (maiden name Wehrle) in 1921. She gave birth to five children. Next to his tanner’s craft, Otto was also active in local politics and clubs. He was elevated to the status of citizen of honor of the city of Metzingen and received the Federal Cross of Merit.

3rd Generation

Otto Schmid Junior (1922-1990), the first born, did as his ancestors and learnt the tanner’s craft. After his service in the army in the years of 1941-1945 as a mountain infantry he came home badly wounded. After a recovery break, he travelled like his ancestors and spent some time in the leather factory Sexauer AG in Emmendingen and in the leather Fabrik Gebrüder Maier in Oberkutterau. There, he met Ilse Schmid (maiden name Frommherz) and married her in 1949. She gave birth to twins Titus and Justus as well as the children Markus and Ulrike. In line with the technical innovations of the time, Otto implemented new ways of tanning, finishing and application areas.

4th Generation

Master craftsman’s diploma Titus Schmid

Titus Schmid continues the family tradition of the tanner’s craft. After successfully accomplishing his apprenticeship at the leather institute, he was the youngest of his peers to take the examination for the master craftsman’s certificate. As a state approved leather technician, he knows how to use various modern production methods.

Like his ancestors Titus worked in other leather factories before taking over the family business (e.g. company Karl Lutz und Söhne in Altensteig, Johannes Braunwarth und Cie. in Langenau and J.J. Schlayer GmbH in Pfullingen).

In addition, the tannery maschine factory Turner GmbH in Oberursel made use of his extensive technical knowledge over many years. Titus worked for the company as a application technician and sold new developed products on fairs in Paris, India and China.

Titus introduced technical improvments to the family tannery and increased the product portfolio: he added fur hides, furniture skins, necks for equestrian, sides for suspenders, sweat resistant orthopedic leathers and colorful Anilin-necks for belts.

In 1985, Titus married Isolde Schmid (maiden name Rilling). They had four girls. Today, their first born daughter Judith has joined the family business and supports her dad in the tannery.

5th Generation

Now Judith leads the company together with her father. After her A-levels Judith decided to follow the path of her ancestors. She completed the tannery school in Reutlingen as best of the year and received the title of certified leather technician. As part of the family tradition, Judith also worked in other leather factories. She did a placement at Corium Quimica Ltda. in Novo Hamburgo in Brasil and worked afterwards in the research and development center of Ecco Leder in Breda in the Netherlands. There she developed new leather techniques with special focus on new and extraordinary leather optics and pleasant feel of the surface. The tannery David Schmid GmbH profits today especially of her know how in the area of finishing. Thanks to this and after over hundred years of tanning history, we still produce classic neckleather but also highly colorful and trendy products.

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